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Neun Monate zwischen Hoffnung und Hightech
13.03.2013 11:55 (8018 x gelesen)

Neun Monate zwischen Hoffnung und Hightech

Schwangerschaften sind heute nicht mehr selbstverständlich. Jedes Kind, das zur Welt kommt, wird deshalb besonders umfassend betreut und lückenlos überwacht. Jährlich kommen neue Tests auf den Markt, hoch spezialisierte Hightech-Verfahren wie 3D-Ultraschall, MRT für Schwangere oder fetalchirurgische Operationen des Kindes im Bauch der Mutter sind möglich geworden. Ein scheinbar perfekter Start ins Leben. Aber ist dieser Fortschritt immer ein Gewinn oder manchmal sogar schädlich?

Link zur Dokumentation auf arte.tv

In Deutschland werden mehr als zwei Drittel aller Schwangerschaften als Risikoschwangerschaften eingestuft. 30 Prozent der Kinder kommen per Kaiserschnitt zur Welt und 20 Prozent der Geburten müssen heute künstlich eingeleitet werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht dringenden Handlungsbedarf und warnt vor einem Zuviel an unnötigen medizinischen Interventionen. Der jüngste Bericht der AOK-Krankenkasse vom Dezember 2012 belegt: Die Zahl der operativen Eingriffe ist im letzten Jahr überproportional gestiegen. Europaweit werden immer größere Geburtskliniken geschaffen, in denen Schwangerschaft und Geburt optimal gemanagt werden sollen. Mit dem Etikett "mehr Sicherheit" und der Hoffnung auf "mehr Gewinn" wurde bereits ein Drittel aller kleineren Geburtsabteilungen geschlossen.

Aus dem Wunsch nach einem gesunden Kind ist längst der Zwang zu einem perfekten geworden. Als Reaktion darauf wollen sich die Ärzte immer mehr absichern und Eltern ihre gute Hoffnung durch maximale Kontrolle zurückbekommen. Aber ist das überhaupt möglich? Die Angst ist ein guter Nährboden, um immer mehr Untersuchungen zu verkaufen, aber sie schadet oft der gesunden Entwicklung des Kindes, so die neusten Ergebnisse der Hirnforscher und Psychologen. Wie möchten wir zukünftig den Beginn des Lebens gestalten und welchen Preis sind wir bereit, im Namen von Sicherheit und Perfektion zu zahlen? Die Dokumentation beleuchtet die aktuellste medizinische Entwicklung, vom Trend zu Megakliniken bis zur Genanalyse in der 12. Woche durch einen neuen Bluttest, geht den Interessen nach, die hinter der Geburtsmedizin stehen, und sucht nach Alternativen.

Bei Besuchen einiger der größten deutschen und französischen "Perinatal-Zentren" in Paris, an der Universität Leipzig und in Hamburg-Eppendorf erlebt der Zuschauer, wie Drillinge im Bauch der Mutter operiert werden, und erfährt, wie die moderne Hightech-Medizin einerseits Leben rettet, andere Eltern dagegen unnötig belastet. Gemeinsam mit Michel Odent, Pionier der Natürlichen Geburt und Direktor des Primary Health Research-Zentrums in London, versucht die Dokumentation, den Folgen der heutigen Geburtsmedizin nachzuspüren. Internationale Experten wie der Hirnforscher Prof. Gerald Hüther und Bindungsforscherin Prof. Corinna Reck geben interessante Einblicke in ihre neuste Forschung. Das Fazit alarmiert: Die Qualität von Schwangerschaft und Geburt stellt entscheidende Weichen für eine gesunde Entwicklung der Kinder. Der Organismus wird in dieser Zeit regelrecht "programmiert". Mütterlicher Stress hat deshalb langfristige Folgen für die Stressresistenz des Kindes.

(Zitiert nach arte.tv/de/7321004.html)





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